Größeres Bild der Venus Platte Größeres Bild der Venus Platte

Venus

Die Venus hat im Maßstab des Planetenmodells einen Durchmesser von 1,23 cm und einen Abstand von 108 m zur Modell-Sonne im Rathausturm. Ihre Größe ist ähnlich zu der unserer Erde. Mit ihrer festen Oberfläche und ihrem inneren Aufbau zählt sie zu den erdähnlichen Planeten und wird manchmal sogar als unser Zwillingsplanet bezeichnet. Die Venus kommt der Erde von allen Planeten am nächsten und ist nach Sonne und Mond das hellste Gestirn an unserem Himmel. Die Rotation der Venus um ihre eigene Achse ist ein echtes Kuriosum im Sonnensystem: zum einen dauert ein Tag auf der Venus länger als die Zeit, die sie für einen Sonnenumlauf benötigt. Mit andernen Worten: auf der Venus ist ein Tag länger als ein Jahr. Überdies dreht sich die Venus im Gegensatz zu allen anderen Planeten falsch herum um ihre Achse. In der Konsequenz geht die Sonne im Westen auf und im Osten unter.


Venus fotografiert von der Galileo-Sonde. Man erkennt die mächtige Wolkenhülle des Planeten. Courtesy NASA/JPL-Caltech.

Die Erkenntnisse, die wir heute über die Venus haben, gehen zu großen Teilen auf das sowjetische Verena-Raumsondenprogramm zurück. Verena 1 war die erste Raumsonde überhaupt, die zu einem anderen Planeten geflogen ist. Verena 4, 5 und 6 tauchten in die Atmosphäre ein, übertrugen einige Messwerte zur Erde und wurden dann durch den enormen Atmosphären-Druck zerquetscht, bevor sie die Oberfläche erreichten. Erst Verena 7 schaffte eine Landung und maß eine Temperatur von mehr als 440° Celsius und einen Druck wie in 900 Meter Wassertiefe (90 bar). Die mächtige Atmosphäre der Venus besteht zu 95% aus Kohlendioxid, das durch den Treibhauseffekt für die enorme Temperatur verantwortlich ist. Schwefel- und Salzsäure sind ebenfalls Bestandteile der Gashülle.

Die Oberfläche des Planeten ähnelt einer glühendheißen Gesteins- und Sandwüste mit einer Vielzahl von vulkanischen Strukturen (erkaltete Lavaströme, Ebenen vulkanischer Überflutungen). Einschlagkrater gibt es nur relativ wenige, denn die meisten Meteore verglühten in der dichten Atmosphäre

Durch ihre enorme Helligkeit ist die Venus schon seit dem Altertum bekannt und wurde seitdem mit vielen - meist weiblichen - Göttern in Verbindung gebracht. Ihren Namen hat sie von der griechischen Liebesgöttin Aphrodite. Die bis auf Galileo zurückgehende Erforschung der Venus durch Fernrohre lieferte mit der Beobachtung ihrer Phasengestalt im 17. Jahrhundert ein wichtiges Argument für die Richtigkeit des heliozentrischen Weltbildes. Das Auftreten von Phasen bei der Venus (ähnlich wie beim Erdmond) wäre zwar auch durch das geozentrische Weltbild erklärbar, Unterschiede ergeben sich jedoch in der konkreten geometrischen Gestalt der Phasen.

Venus im Hagener Planetenmodell

Der erdähnliche Planet Venus ist durch fünf Bronzeplatten dargestellt:

  • Zwei befinden sich in der Kampstraße, und
  • drei Platten sind im westlichen Teil des Friedrich-Ebert Platzes.

Aktuellste Zahlenwerte:
Der Abstand des Planeten zur Modellsonne beträgt 108 m und der Durchmesser im Modell ist 1,21 cm. Der Umlauf um die Sonne dauert 225 Tage.

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