Größeres Bild der Jupiter Platte Größeres Bild der Jupiter Platte

Jupiter

Jupiter ist mit 11 Erd-Durchmessern (14,07 cm im Modell) der größte und massereichste Planet im Sonnensystem. Selbst wenn man die Massen aller anderen acht Planeten zusammennimmt, reicht dies noch nicht an die Masse des Jupiters heran. Der Abstand des Jupiters zur Modell-Sonne im Rathausturm beträgt 778 Meter, damit ist er der fünfte Planet (gezählt von der Sonne). Jupiter besteht hauptsächlich aus Wasserstoff- und Heliumgas, das mit zunehmendem Druck in den Tiefen der Atmosphähre jedoch nicht mehr gasförmig bleibt, sondern eine Mischung zwischen Flüssigkeit und Gas darstellt. Man nimmt an, dass der innerste Kern des Jupiters aus Gestein und Metallen besteht.


Jupiter fotografiert von der Cassini-Sonde. Courtesy NASA/JPL-Caltech.

Jupiter ist der Planet mit den meisten bekannten Monden: bislang hat man 63 Stück entdeckt. Aufgrund seiner enormen Masse hat er etliche Asteroiden eingefangen und in eine Umlaufbahn gezwungen. In den Jahren 1993-94 hat man beobachten können, wie ein Komet (Shoemaker-Levy 9) durch die Massenanziehung des Gasriesen von seiner Bahn abgelenkt wurde und dann in die Atmosphäre des Planeten "eingeschlagen" ist. Man nimmt an, dass Jupiter seit der Entstehung des Sonnensystems auf diese Weise viele Meteoreinschläge von der Erde ferngehalten hat.

Als bekanntestes Detail in der Jupiter-Atmosphäre gilt der "Große Rote Fleck", der auch auf dem Bild (links) zu erkennen ist. Der Fleck ist seit den Anfangszeiten des Teleskops beobachtbar und verändert sich nur wenig. Heute weiß man, dass es sich dabei um eine Art Wirbelsturm handelt, der in seiner längsten Ausdehnung doppelt so groß ist wie die Erde.

Jupiter ist seit dem Altertum bekannt und galt oft als Königsplanet. Jupiter ist die römische Entsprechung des Göttervaters Zeus. Es wird Galileo Galilei zugesprochen, dass er der erste war, der Jupiter durch ein Fernrohr betrachtete. Dabei entdeckte er die vier größten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Diese vier Monde werden auch heute noch als Galilei'sche Monde bezeichnet. Galilei erkannte, dass diese Objekte den Jupiter umkreisten. Damit war die Erde als Zentrum des Weltalls, um das sich nach damaliger Auffassung alles drehen sollte, entmachtet.

Jupiter im Hagener Planetenmodell

Der Gasriese Jupiter ist durch zwei Bronzeplatten dargestellt:

  1. an der Bahnhofstraße, in Höhe des Parkhauses, und
  2. in der Frankfurter Straße an der Ecke zur Hochstraße.

Die Planeten-Platte in der Bahnhofstraße ist mit zusätzlichen Platten für die Monde Europa, Ganymed, Kallisto sowie für zwei weitere Gruppen von irregulären Monden versehen.

Aktuellste Zahlenwerte:
Der Abstand des Planeten zur Modellsonne beträgt 778 m und der Durchmesser im Modell ist 14,30 cm. Der Umlauf um die Sonne dauert 11 Jahre und 313 Tage.
Für die Monde ergeben sich folgende Werte (Durchmesser / Entfernung zum Planeten): Amalthea (0,16 mm / 18 cm ), Io (3,6 mm / 42 cm), Europa (3,1 mm / 67 cm), Ganymed (5,3 mm / 1,07 m) und Kallisto (4,8 mm / 1,88 m). Die erste Gruppe der irregulären Monde ist 7,5 bis 17,1 Meter entfernt, die zweite 18,3 bis 23,1 Meter.

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